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Schlagwort: Motivation

Leidenschaft braucht ein Gegengewicht

Leidenschaft braucht ein Gegengewicht

Natürlich ist die Kraft der Leidenschaft entsprungen aus der Neugier für ein Thema wichtig. Selbstverwirklichung im Beruf scheint, wenn man der Populärliteratur und den Ratgebern folgt, die wichtigste Zutat zu sein.

Es gibt wahrscheinlich Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen, die diesen Wunsch ihre Passion zum Beruf zu machen, gerne umsetzen würden. Viele haben sicherlich auch die notwendige Energie um dahin zu wachsen. Haben diese Menschen auch das benötigte Korrektiv?

Im Werte – und Entwicklungsquadrat von Schulz von Thun werden Schwestertugenden genutzt um in Balance zu sein und nicht in Extreme zu fallen, bzw. eine Orientierung zu haben um Ungleichgewichte wieder ins Lot zu bringen.

Die Balance durch ein Gegengewicht wieder herstellen

Eine Passion zu haben ist erfüllend. Sie selbst war in der Vergangenheit, vor der Zeit der Selbstverwirklichung ein Hobby. Die Leidenschaft war also der Ausgleich zum Berufsleben. In einzelnen Fällen wurde aus der Leidenschaft eine Profession.

Hat sich das in den letzten Jahren verändert, haben wir Menschen uns so verändert, dass aus den Leidenschaften automatisch Berufe werden?

Wer im Thesaurus nachguckt, findet auch nicht so wirklich positive Begriffe im Umfeld der Passion, der Begeisterung für ein Thema.

Das sind dann die Positionen, in die ein Mensch gerät, der keine Schwestertugend, oder Korrektiv an der Seite der Begeisterung hat.

Welchen Teil ihrer jetzigen beruflichen Tätigkeit machen Sie mit Eifer?

In diesem Sinne.

Alles Gute für Sie

Stefan Manzow

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Bewunderung und Neid, zwei Seiten einer Medaille im Berufsleben

Bewunderung und Neid, zwei Seiten einer Medaille im Berufsleben

Es gibt immer jemanden in ihrem Team, der in ihnen das Gefühl auslöst „Das möchte ich auch können!“

Die wenigsten fragen dann wie er oder sie in die Position oder zu den Fertigkeiten gekommen ist. Die einen bewundern den Star, die anderen versuchen ihn wieder auf Normalmaß zu reduzieren. Zumindest in ihrem Kopf und relativieren die Leistung, das Talent, welches der Kollege, oder Vorgesetzte einbringt.

Wer die Frage stellt bekommt eine Antwort, die nicht immer gewünscht ist. Es hat oft mit Erfahrung zu tun, die man im Verlauf der Zeit in einer bestimmten Rolle, wenn man über die eigenen Erfahrungen reflektiert und lernt, macht. Man braucht eine Leidenschaft, die über das vermeintlich Normale hinausgeht um eine Expertenstellung zu erreichen.

Die Antworten auf Fragen dieser Performance-Stars klingen dann oft wie beiläufig, aber auch sehr bestimmt. Deshalb ist dieser Mensch ja auch in dem Team, für eben diese Fachkenntnis.

In Coachings und Beratungen wurde ich in der Vergangenheit mit der Aussage konfrontiert

„Was denken dann die anderen im Team über mich?“

Nehmen wir an Sie können es sich leisten bestimmte aufwändige Reisen zu unternehmen, oder Sie kommen mit dem dicken Motorrad im Sommer zur Arbeit. Noch eindrucksvoller ist die schnelle Lösung von fachlichen Fragestellungen für Kollegen. Es gibt unzählige Beispiele von Vorfällen, die entweder Bewunderung, bzw. Anerkennung oder eben auch Neid bei ihren Kollegen oder Vorgesetzten auslösen können.

Einerseits möchten viele gerne dieses oder jenes erreichen, haben, oder können, jedoch die wenigsten sind sich über den Preis, den man dafür zahlen muss im Klaren.

Beispielsweise die langen Abende, an denen man Bücher gelesen hat, anstatt vor Netflix zu hängen. Die Wochenenden an denen man selbstfinanzierte Workshops besucht, anstatt feiern zu gehen oder in der Sonne zu liegen.

Mit welchen Qualitäten halten Sie hinterm Berg in ihrem Team? Womit könnten Sie ihr Team und damit die Unternehmensleistung insgesamt voranbringen, tun es aber nicht, weil Sie eine Neid-Reaktion befürchten?

Alles Gute für Sie

Stefan Manzow

-> Unverbindliche Anfrage

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Der einzige Mensch…

Der einzige Mensch…

Wir projizieren gerne unsere Hoffnungen und Wünsche auf andere Menschen und Umstände.

In der Beziehung möchte der Partner doch bitte dafür sorgen, dass wir uns glücklich fühlen. Im Beruf sehe ich oft das gleiche Muster. Die Umstände sollen uns zufrieden stellen.

Dabei sind wir der einzige Mensch der uns glücklich machen kann. Wir können uns den richtigen Partner aussuchen, der grundlegend mit unseren Visionen und Wünschen an eine Liebesbeziehung / Partnerschaft überein stimmt. Das mag dauern und es kann auch sein, dass sich manche Inkompatibilitäten erst später zeigen. So ist das eben im Leben. Nichts ist perfekt und nur zu gerne sind wir bereit die Verantwortung für unsere Kompromisse an die Mitmenschen abzugeben.

„wir müssten uns sonst ja wirklich verändern, räumlich oder eben in unserer Haltung.  

Manchmal gelingt das.“

Im Berufsleben verhält es sich ähnlich. Wir können nur unsere Haltung zu den Umständen ändern und Wünsche nach Veränderung äußeren und dadurch versuchen dafür zu sorgen, dass die Umstände für uns passend sind. Das jedoch hat Grenzen, weil wir nur ein des Unternehmens / Systems sind.

Deshalb prüft man als Jobsuchender meiner Ansicht nach lieber ein wenig aufwändiger ob das Betriebsklima, die Kollegen und die Tätigkeit für uns passend sind, als in ein Umfeld zu wechseln welches keine berufliche Zufriedenheit verspricht.

Keiner zwingt uns dort zu bleiben wo es uns nicht gefällt. Wir können gehen.

„Love it, change it or leave it.“ Das ist zu einfach, oder?

Alles Gute für Sie

Stefan Manzow

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Die Lebenskarriere – Von „Hinzu“ zu „Weg von“

Die Lebenskarriere – Von „Hinzu“ zu „Weg von“

Die Schule ist fertig. Abitur, Realschule, oder eben die Hauptschule. Auf die in meiner Coaching Laufbahn beobachteten Unterschiede der Gefühlslage dieser Schulabschlüsse will ich hier nicht weiter eingehen.

Es geht also raus in die große Welt.  Also „Hinzu“ Orientierung. Optionen finden und wahrnehmen. Prüfungen und Herausforderungen bestehen und wenn alles nach Plan läuft Stolz auf das Erreichte sein. Auch mal Verzweiflung, Ratlosigkeit auf dem Weg zu einem gewählten Ziel fühlen.

Immer wieder jedoch diese „Hinzu“ Orientierung. Die zieht einen auch durch harte Zeiten.

Dann das erste Plateau, möglicherweise einen Berufs-, oder Studienabschluss erreicht zu haben, verschnaufen und möglicherweise gibt es eine Riesensause.

Was nun? Wieder auf „Hinzu“ stellen und den Berufseinstieg finden und diesen dann gestalten, im Sattel bleiben. Probezeit, vielleicht das erste mal im Leben in einen unbefristeten Angestelltenvertrag zu gelangen.

Puh. Geschafft. Etabliert. Und jetzt?

Weiter „Hinzu“, wie in einem Hollywood – Drehbuch?

Entweder auf dem ersten oder einem weiteren beruflichen Plateau, dass erreicht wurde durch eine „Hinzu“ Motivation passiert im Berufsleben meiner Beobachtung nach oft das Folgende, ähnlich wie auf einem schmalen Grat in Hochgebirge geht es fortan nicht mehr ausschließlich um das Erreichen des nächsten Gipfels, sondern oft auch darum nicht abzustürzen.

Wer hier nicht aufpasst auf seinen inneren Kompass, dessen innere Orientierung gerät an dieser Stelle möglicherweise in die Defensive.

Aus „Hinzu“ kann dann schnell ein „Weg Von“ dem Abgrund werden. Die Schritte werden weniger mutig. Der nächste Gipfel nicht mehr so wichtig, sondern auf der Gratwanderung zu bleiben wird wichtiger.

Angst macht sich breit. Man ist möglicherweise Verpflichtungen eingegangen, Komfort auf den man nicht mehr verzichten möchte im Leben wird genossen.

Und schleichend übernimmt „Weg Von“ das innere Leitmotiv.

Klingt das für Sie bekannt?

Ein anderer Motivwechsel kann oft nach dem Jobverlust, oder dem „Fehltritt“ in ein Team, oder ein Unternehmen, welches so gar nicht zu einem selbst zu passen scheint beobachtet werden.

Man will nur noch weg von dem cholerischen Vorgesetzten, Kollegen, oder weg von dem Abstellgleis Arbeitslosigkeit.

Das ist ein fundamentaler Unterschied zu der beim Start der Lebenskarriere vorhandenen „Hin zu“ Motivation.

Die Ergebnisse unterscheiden sich meiner Ansicht nach, ebenso wie das Lebensgefühl in den beiden Motivlagen.

Wie sehen Sie dass? Ich würde mich über Kommentare zu dem Thema sehr freuen.

Alles Gute für Sie

Stefan R. Manzow – Hamburg im April 2015