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Schlagwort: 2015

Wie Verhaltensänderung gelingen kann

Wie Verhaltensänderung gelingen kann

Wir sind im Februar.

Zu jedem Jahreswechsel werden Resümees geschrieben und es werden Vorsätze gefasst.

Manche funktionieren. Andere nicht.

Manchmal sind die Schritte zu groß. Man stolpert und bleibt beim alten Verhalten. Der Alltag, oder das soziale Umfeld holt einen ein. Oder besser noch, es hält einen fest, weil Veränderung immer mit höherem Puls, also Aufregung, Unsicherheit verbunden ist. Es gibt eine Anspannung, man kennt sich nicht aus auf dem neuen Terrain.

Der Gruppendruck, oder der Gruppenkonsens ist ein mächtiger Faktor in der Gleichung der Veränderung.

Trotzdem bleibt der Wunsch nach Veränderung vorhanden. Den sollte man ernst nehmen.

Beispiel: Sie haben sich vorgenommen weniger Alkohol zu trinken. Was genau ist „weniger“?

1. Fassen Sie das Ziel der Veränderung, den Zustand den Sie erreichen möchten, so genau wie möglich!

Beispiel: Sie haben sich vorgenommen mehr Sport zu treiben. Welchen Sport? Sind Sie ein Gruppen-Sporttyp, oder doch der Einzelkämpfer? Wie viel Sport soll es sein?

2. Definieren Sie den Weg zum Ziel in für Sie realistischen Schritten. Diese Schritte können Sie auf dem Weg anpassen sobald Sie feststellen, dass einer in der Planung möglicherweise zu groß, oder zu klein geraten ist.

Beispiel: Sie möchten eine neue Sprache lernen, oder ihre Fertigkeiten und Kenntnisse in einer Fremdsprache verbessern.

3. Finden Sie einen Mentor, jemand der Sie wertschätzend unterstützt auf ihrem Weg. Beim Sprachen lernen ist ein Tandempartner, dessen Muttersprache ihre Wunschsprache ist ein probater Weg um zum Ziel zu gelangen.

Beispiel: Sie möchten in diesem Jahr  ……….. machen?

4. Welches Gefühl löst das Ziel ihrer Verhaltensänderung in Ihnen aus? Schreiben Sie sich das auf, oder malen Sie ein Bild ihres gewünschten Zielzustands. 

Beispiel: Sie möchten nicht mehr ….

5. Vergessen Sie es. Nicht mehr funktioniert nicht. Sie geben einer Sache Aufmerksamkeit die Sie nicht mehr möchten, wie soll diese dann aus ihrem Leben verschwinden?

Beispiel: Sie wissen gar nicht genau was Ihr Ziel ist, das einzige was Sie spüren ist, dass sich etwas ändern muss?

6. Verändern Sie jeden Tag eine „Kleinigkeit“ in ihrem Alltag. Wichtig dabei ist, jeden Tag eine Sache anders zu machen als sonst. Sie könnten zu einer anderen Zeit aufstehen, etwas anderes zum Frühstück essen. Nicht direkt nach Feierabend nach Hause fahren, oder zu Fuß nach Hause gehen, sofern das möglich ist. Machen Sie sich eine Liste von „Mini-Veränderungen“ und spüren Sie was diese „Mini-Veränderungen“ in Ihnen für Gefühle auslösen, welche Bilder vor Ihrem geistigen Auge entstehen.

Beispiel: Sie waren fleissig im ersten Monat, danach haben Sie nachgelassen und sind frustriert, oder ernüchtert aufgrund der eigenen Widerstände Veränderungen durch zu halten und kurz davor ihr Ziel aufzugeben?

7. Rückschritte, Seitenschritte und Pausen gehören zu jedem Weg. Entwickeln Sie Mitgefühl für sich selbst und vergleichen Sie sich nicht mit anderen, möglicherweise in den Medien verbreiteten Rollenvorbildern. Sie kennen die Hintergründe zu dem gezeigten Bild nämlich nicht.

Es ist schließlich ihr Leben. 

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ – Ovid

Alles Gute für Sie!

Stefan R. Manzow

Den notwendigen Abstand zurück gewinnen – 7 Tipps

Den notwendigen Abstand zurück gewinnen – 7 Tipps

Nach der Pause über den Jahreswechsel zurück im Job und die Ereignisse überschlagen sich.

Ein Telefonat jagt das nächste. Es kommt eine Anforderung zur nächsten und wir sind geneigt alle Anfragen / Anforderungen gleichzeitig zu erledigen.

Da wir solche Situationen nur in Routine, d.h. in schon bekannten und erprobten Abläufen souverän bewältigen können, brauchen wir hier eine Handlungsstrategie um den Überblick zu behalten.

Sonst entsteht Stress, der nicht mehr zu handhaben ist und die Ereignisse steuern uns.

Wir geraten nur zu leicht in das genetische Notprogramm durch die erhöhte Konzentration von Cortisol im Blut. Diese lässt nur Flucht oder Angriff als zwei Handlungsmuster zu und gleichzeitig verengt sich der Handlungshorizont.

Wir hätten dann den Überblick verloren. Da es in unserer Gesellschaft, in unserer Alltäglichkeit aber selten um das Überleben geht und wir uns nicht wirklich in Gefahr befinden, brauchen wir ein Selbststeuerungsmechanismus.

Physisch spürbaren Abstand herstellen!

Wie gewinne ich denn Abstand in einer Anforderungssituation von ich den Eindruck habe, dass Sie mich überfordert und gleichzeitig eine Verpflichtung spüre die Anforderungen zu erledigen?

Hier ein paar mögliche Handlungsmuster:

  • Tief atmen. Die Hand eine handbreit unter den Bauchnabel legen und dahin atmen und spüren wie der Bauch sich hebt und senkt. Dabei atmen Sie bitte durch die Nase. Das entschleunigt die Atmung.
  • Beide Füße auf den Boden stellen und mit der ganzen Länge der Füße den Boden spüren.
  • Kaltes Wasser über die Pulsadern laufen lassen.
  • Etwas kaltes anfassen, beispielsweise ein Stuhl-oder Tischbein
  • Sollten Sie stehen, unmerklich in die Knie gehen und die Fußhaltung bewusst verändern. Verlagern Sie ihr Gewicht und drücken Sie die Beine sanft in den Boden.
  • In einem anstrengenden persönlichen Gespräch, schauen Sie dem Gegenüber nicht in die Augen. Schauen Sie auf die Nasenwurzel und stellen Sie ihren Fokus unscharf.
  • Während eines Telefonats, stoppen Sie kurz und machen Sie deutlich, dass jemanden neben Ihnen steht der etwas will und unterbrechen Sie damit das nervige Telefonat. Entweder Sie bitten an in 5 Minuten zurück zu rufen, oder Sie schalten ihr Mikrofon kurz stumm.

Lassen Sie ihrer Fantasie freien Lauf und überlegen Sie sich Strategien für Situationen in den Sie immer wieder das Gefühl haben gleich zu platzen, weil Sie die Anforderung als überwältigend empfinden.

Ich freue mich über Kommentare mit ihren Strategien.

Alles Gute für Sie

Stefan Manzow

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