Coaching und Beratung in Hamburg
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Helfer in der Not
von Hedda Möller / Hamburger Abendblatt 10.09.2011

Sobald Gabriela Friedrich ein Business-Coaching abgeschlossen hat, bittet die Hamburger Mental-Trainerin ihren Klienten, besser: "Coachee" um eine Referenz. Die Unterlage legt sie zu ihren Akten. Auf diese Weise kann sie nicht nur ihre "Fälle" dokumentieren, sondern hat auch neuen Kunden gegenüber eine Art Qualifikationsnachweis. "Ich selbst würde angesichts der Vielzahl an Coaching-Angeboten auch nach Referenzen fragen, um mir ein Bild von der Qualifikation und Arbeitsweise eines Anbieters zu machen", sagt Friedrich. Der Rat klingt hilfreich.

Anders als der Steuerberater, Zahnarzt oder Friseur des Vertrauens muss ein "Coach" keine einheitlich festgelegte Ausbildung und Zertifizierung vorweisen, entsprechend schwer lässt sich seine Qualifikation beurteilen. Das vielfältige Kursangebot an einer der 300 Akademien mit unterschiedlichen Abschlüssen und die unterschiedlichsten Profile und Spezialisierungen der derzeit über 8000 Coaches, die laut einer Erhebung der Universität Marburg ihr spezielles Wissen vermarkten, lassen kaum Transparenz zu.

Noch kompletter wird die Verwirrung, weil auch andere Berufsgruppen mit dem "Coaching"-Etikett ihre Kasse füllen wollen. Neben Therapeuten, Supervisoren und Psychlogen, denen aufgrund ihrer Vorbildung eine fachliche Nähe und Kompetenz attestiert werden kann, werben auch Esoteriker mit Angeboten wie "Astro-Coaching" oder "Spiritual Coaching" um Kunden.

Wie flexibel der Coaching-Begriff verwendet wird, zeigt beispielhaft das Angebot des ILS-Fernstudien-Instituts. Geworben wird hier für "Coaching-Lehrgänge wie die Stilberatung, die Feng-Shui-Beratung oder den Psychologischen Berater". "Es ist ziemlich viel Wildwuchs unterwegs, da sollte man genau hinschauen, wem man sich mit seinen Problemen anvertraut", sagt Christopher Rauen, Coach und Vorsitzender des Deutschen Bundesverbandes Coaching e.V.

Eine systematische Herangehensweise erleichtert die Suche nach einem geeigneten Business-Coach. Namhafte Coaching-Experten sagen, wie es geht: Zunächst sollte der Suchende sich über das Wesen des Coachings im Klaren sein. Hierbei geht es ausschließlich um eine pragmatische, zielorientierte und zeitlich begrenzte Hilfe bei beruflichen Konflikten oder in Phasen der Neuorientierung. "In keinem Fall ist Coaching eine Art kurze Psychotherapie, wie viele glauben, sondern wendet sich ausschließlich an gesunde Menschen, die temporär einen Sparringspartner zur Lösung eines akuten Problems brauchen", sagt der Hamburger Coach und Psychologe Stefan R. Manzow.

Wie handfest die Anliegen ihrer Klienten sind, zeigt ein Blick in die Praxis. Oft sind Coaches bei Karriere-Sprüngen gefragt. Hier hilft der Coach der angehenden Führungskraft meist, ihre neue Rolle innerlich anzunehmen und mit entsprechendem Verhalten zu koppeln. Auch bei Konflikten mit Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Kunden kann ein Coach seinem Klienten die dahinter liegenden Verhaltensmuster aufzeigen. Im besten Fall bewegt er ihn dazu, sein bisheriges Konfliktverhalten zu hinterfragen und zu ändern. Manzow: "Coaching ist ein dialogischer Prozess, der die Selbstreflexion beim Klienten anregt und ihn strukturiert bei seiner Lösungsfindung begleitet."

Um die Qualifikation eines Coaches beurteilen zu können, hilft meist ein Blick auf dessen Vita. Für Christopher Rauen sollte ein guter Coach über eine sogenannte "Schnittfeld-Qualifikation" verfügen. Hierbei verbindet er im Idealfall Kenntnisse der Human-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften mit fundiertem Know-how aus der Beratung. "Auf diese Weise kann er die Prozesse und Strukturen von Führungsebenen analysieren, ziel- und lösungsorientiert denken, argumentieren und arbeiten."

Die Grundausbildung des Coaches sollte Rauen zufolge mindestens 150 Stunden umfassen. Wer in die Tiefe gehen will, kann sich außerdem nach der Qualifikation und Erfahrung der Ausbilder, der Teilnehmer und nach der maximalen Teilnehmerzahl erkundigen. Rauen: "Manche Ausbildungen sind günstig, aber hoffnungslos überfüllt, sodass kaum individuell gelernt werden kann."

Auch das darüber hinausgehende Instrumentarium des Coaches gibt Aufschluss über seine Herangehensweise. Um das Coaching effizienter zu machen, kommen mittlerweile zahlreiche Methoden aus der Therapie - wie etwa Hypnose - auch im klassischen Business-Coaching zum Einsatz. Dazu zählt die in den USA entwickelte Methode BSFF (Be set free fast) mit der Spitzenkräfte ihr Unterbewusstsein durch prägnante "Anweisungen" für das Erreichen ihrer Ziele oder die Lösung ihrer Probleme instrumentalisieren. "Das ist schnelle Hilfe zur Selbsthilfe, die jeden Coaching-Prozess enorm verkürzen kann", sagt BSFF-Trainerin Gabriela Friedrich.

In jedem Fall lohnt ein Vergleich der Anbieter. Rauen rät, angesichts eines mehrmonatigen Coaching-Prozesses mehrere Personen und deren Angebote zu prüfen. Hier ist das Erstgespräch die Visitenkarte des Coaches. Er sollte dabei laut Manzow "seinen Arbeitsprozess verständlich erklären und einen konkreten Bearbeitungsvorschlag für die Fragestellung ausarbeiten". Wichtig sei, dass der künftige Coachee versteht, was ihn erwartet.

Auch Referenzen können hilfreich sein. Während Gabriela Friedrich ihre ehemaligen Klienten um schriftliche Beurteilungen bittet und Interessenten auf Anfrage - "natürlich in anonymisierter Form" - Verfügung stellt, gibt Manzow seinen Klienten auf Wunsch schon einmal die Telefonnummer eines ehemaligen Coachees. Selbstverständlich erst nach Absprache und mit des-sen Zustimmung.

Wie jedes Geschäft sollte auch Coaching auf einem schriftlichen Vertrag beruhen, der alle Leistungen, Kosten und Kündigungsfristen klar regelt. Der Coach dokumentiert außerdem den Beratungsprozess und stellt die Unterlage dem Kunden zur Verfügung. Manzow: "Dieses Vorgespräch ist in der Regel kostenlos. Wer hier bezahlen soll, weiß auf jeden Fall gleich, dass er an der falschen Adresse ist."

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Helfer in der Not

(c) Hamburger Abendblatt
BUSINESS-COACH - Szene Hamburg November 2010
BUSINESS-COACH

Berufliche Unzufriedenheit, Überforderung,
Neuorientierung – hier bietet Stefan R. Manzow
(43) in seinem „Klärungsraum“ in Eimsbüttel
Beratung und Unterstützung an

SZENE HAMBURG: Warum
sind so viele Menschen
unzufrieden mit ihremJob?

Stefan R. Manzow: Da gibt
es unterschiedliche Gründe.
Zum Beispiel, weil sie an
Karrieregrenzen stoßen und
sich nicht weiterentwickeln
können. Oder wenn die tägliche
Routine oder auch die Kollegen stören.

SZENE HAMBURG: Und wie helfen Sie diesen Menschen?

Stefan R. Manzow: Meine Arbeit besteht, platt ausgedrückt, aus Hilfe
zur Selbsthilfe. Die Menschen kommen aufgrund
einer Krise, einer Über- oder Unterforderungssituation
oder dem Wunsch nach etwas Neuem.
Am Anfang steht immer eine Frage, die in meiner
psychologischen Beratung geschärft und analysiert
wird. Und dann wird an der Lösung gearbeitet.

SZENE HAMBURG: Wie läuft das Coaching dann konkret ab?

Stefan R. Manzow: Das erste persönliche Gespräch dauert
in der Regel vier Stunden. Ich schreibe mit, frage viel, damit
ich erst mal verstehe, worum es geht. Durch mein
Nachfragen und mein Verstehen wollen kommt
sich mein Gegenüber irgendwann selbst auf die
Spur. Ist das Problem konkretisiert, überlegen wir,
wie man die Ziele erreichen und umsetzen kann.
Wer möchte, wird auch dabei von mir begleitet.

SZENE HAMBURG: Raten Sie allen unzufriedenen Menschen zu
einem Berufswechsel?

Stefan R. Manzow: Ich rate überhaupt nicht, auch wenn das
landläufig im Begriff „Beratung“ steckt. Meine Kunden
wissen selbst am besten, was für sie richtig ist, das spüren
sie im Laufe des Gespräches. Ich führe vor allem durch Fragen
und Zuhören zur Selbsterkenntnis. Und die hat nicht immer einen
Berufswechsel zum Ergebnis, sondern oftmals nur
eine veränderte Perspektive.

SZENE HAMBURG: Was sind denn typische Ängste vor einem
Berufswechsel?

Stefan R. Manzow: Den gewohnten Boden zu verlassen.
Man stellt sich die Frage, ob man mit den neuen Kollegen
klarkommt, ob und wie man in den neuen Job
reinwachsen kann – und eine große Rolle spielt
auch das private Umfeld. Denn wenn man selbst
noch unsicher ist, spiegelt sich diese Ambivalenz
in den Reaktionen der Mitmenschen wider.

SZENE HAMBURG: Wie sollte jemand vorgehen, der damit nicht
direkt zu einem Experten gehen will?

Stefan R. Manzow: Erst mal sollte man überlegen,
was an der aktuellen beruflichen Situation positiv ist und was
negativ. Dann sollte man herausfinden, was man
an den negativen Dingen ändern kann und was
nicht. Und ob das Positive ausreicht, um in dem
Job zu bleiben. Außerdem muss man sich klarmachen,
was ein Wechsel bedeutet, was für Veränderungen
er mit sich bringt. Ein neuer Job oder
ein Studium bedeutet in der Regel auch, dass man
Opfer bringen muss. Ganz wichtig ist: Nicht „weg
von“, sondern immer „hin zu“ arbeiten – denn
sonst hängen einem die alten Probleme immer
nach.

Interview: Isabel Ehrlich
Business Coaching & Beratung: Margaretenstraße 50 (Eimsbüttel),
Telefon 27 86 76 04; www.klaerungsraum.de
SZENE HAMBURG | NOVEMBER 2010 31
(c) http://szene-hamburg.de/

Zeitmanagement: Alles ohne Stress
Weiterbildung

Der richtige Weg zum eigenen Erfolgsmuster - Ziele erreichen und trotzdem in der Balance bleiben

Von Chris Höfner

Der strukturierte Umang mit Zeit im Privatleben wie auch im Berufsalltag hilft, um gerade in Zeiten mit einer hohen Belastung Stress uiid Hektik zu entgehen.
Wer Schwierigkeiten hat, die eigene Balance zu finden, bekommt beim Seminar "Zeitmanagement - Ihr Erfolgsmuster" die nötige Unterstützung. "Zu Beginn des Seminars schaffen wir durch eine einfach Methode eine konkret sinnliche Erfahrung fiir die bleibende Lebenszeit, um sich den Wert der Zeit ins Bewusstsein zu rufen", sagt Seminarleiter Stefan Manzow. Während eines Tages lernen die Teilnehmer, mit verschiedenen Techniken, anhand von psychologischen Aspekten und mit konkreten Hilfen, den eigenen Alltag zeitlich besser zu gestalten.
Gestartet wird mit den Punkten "Zeitbewusstsein erhöhen" und "Feststellen, wie die eigene Uhr läuft": An-

"Jeder Teilnehmer schreibt sein eigenes Drehbuch"
Stefan Manzow, Seminarleiter

hand einer Gruppenübung wird festgestellt, wie lang jeder Einzelne eine bestimmte Zeitspanne empfindet. Daraus werden Hinweise für das eigene Zeitregime abgeleitet."Dannach, geht es im Seminar darum, Ziele zu checken und nachjustieren", so Manzow.
Der studierte Psychologe und Beratungs- und Konfliktmoderator setzt auf Zeitmanagement aufgrund seiner eigenen Erfahrungen.
"Ich konnte während meines Studiums ein Zeitmanagementseminar besuchen, das mir wichtige Impulse gegeben hat, die zur Entspannung meines Studienalltags geführt haben." Dabei sei es ihm nachfolgend besser gelungen, sein Studium und seine Teilzeitbeschäftigungen zu koordinieren.
Aus diesem Grund legt er in seinem Seminar den Fokus auf die eigenen Erfolgsmuster der Teilnehmer. Dies bedeutet, dass die Teilnehmer bid jedem Schritt entscheiden wie und ob Sie das vorgestellte Modell umsetzen können. Diese Entscheidungen werden nach kurzer Diskussion schriftlich festgehalten. Jder Teilnehmer schreibt sich quasi sein eigenes Drehbuch zur erfolgreichen Selbstorganisation. Das Seminar fordert die Teilnehmer zudem zur Reflektion über das eigene Verhalten auf; durch die Gruppensituation und die psychologische Beratung wird dem Einzelnen klar wie, wie Zeitmanagement für ihn erfolgreich funktionieren kann.

Nächster Termin: 21. Februar, Infos unter www.klaerungsraum.de

erschienen am 4. Februar 2008

(c) Hamburger Morgenpost
  • Mit sich selbst im Einklang
Wer Widersprüche in seinem "Inneren Team" geklärt hat, reduziert Stress.
Von Andrea Pawlik

"Die Anforderungen im Job sind heutzutage so hoch - da ist es überhaupt kein Wunder, wenn man nicht immer sofort weiß, wie man reagieren soll", sagt Thomas Bock, Geschäftsführer, Berater und Trainer von "Bock & Teves Gesundheitsmanagement". Er plädiert darum für mehr Selfness im Job. Selfness - ein Begriff, den Zukunftsforscher Matthias Horx geprägt hat - soll die Menschen befähigen, kreativ und selbstbestimmt auf Veränderungen zu reagieren. "Ich würde den Begriff mit stimmiger Selbstführung übersetzen", sagt Bock.

"Für mich heißt es, der Kapitän auf der Brücke zu sein", erläutert Psychologe Stefan R. Manzow, Inhaber des Beratungsunternehmens "Klärungsraum". "Die Fähigkeit zum Selbstmanagement führt dazu, dass man in seinen Entscheidungen unabhängiger von äußeren Einflüssen ist", meint der Coach. Eine solchermaßen entspannte innere Haltung kommt nicht nur dem persönlichen Wohlbefinden zugute, mindert Dauerstress und die Gefahr des Burnouts: "Aus einer solchen Haltung heraus, trifft man auch die besseren Entscheidungen", betont Manzow. Und das wiederum sei eine wichtige Voraussetzung für das berufliche Fortkommen.

Doch wie gelangt man zu einer stimmigen Entscheidung, in die man sowohl die äußeren Anforderungen als auch die eigene Überzeugung integrieren kann? Die Berater empfehlen dafür das Modell des Inneren Teams, entwickelt vom Hamburger Psychologen und Kommunikationsforscher Friedemann Schulz von Thun. Es basiert auf der Idee, dass an der persönlichen Meinungsbildung immer mehrere innere Stimmen beteiligt sind, die unterschiedliche Positionen vertreten. "Werden alle in einem vernünftigen Kompromiss berücksichtigt, bin ich in der Lage, meine Argumente anderen gegenüber viel klarer und bestimmter hervorzubringen", erklärt Thomas Bock. "Wenn ich dagegen die Widersprüche in mir nicht geklärt habe, werden sich die ungehörten Stimmen anders Bahn brechen." Etwa durch Gesten oder Wortwahl. "Mein Chef oder eine Abteilung, die ich führen will, nimmt das dann als Unbestimmtheit oder Zweifel wahr." "Das Innere Team ist eine Möglichkeit, viele Aspekte eines Themas zu beleuchten", sagt Stefan Manzow. Dabei dürfe man es nicht als eine feststehende Größe sehen. "Das Team stellt sich immer anliegenbezogen auf." Wer zu den sogenannten Stammspielern gehört - ob man dem Karriereorientierten, dem Zweifler oder dem Familienmenschen am liebsten Gehör schenkt - hängt von der individuellen Entwicklung ab. "Wer viel Leistung bringt und dafür eine positive Verstärkung erfährt, durch Lob oder eine finanzielle Belohnung, wird den eigenen Antreiber öfter an Deck lassen", gibt Manzow ein Beispiel.

Am besten kommt man schriftlich zu einer Entscheidung. "Man nimmt sich ein Blatt Papier, schreibt das Problem als Überschrift darauf, malt sich selbst mit einem dicken Bauch darunter und zeichnet die beteiligten Teammitglieder in den Bauch hinein", erklärt. Thomas Bock. Wird zum Beispiel ein neues Projekt an einen herangetragen, könnten dazu "der Geschmeichelte" ("Toll, das wird mir zugetraut") gehören, "der Karrierebewusste" ("Das ist eine Chance für mich"), "der Ängstliche" ("Schaffe ich das überhaupt?") und auch "der Ehepartner" ("Bleibt genug Zeit für die Familie?"). Sie treten in Verhandlung. "Möchte ich das Projekt übernehmen?", könnte die Frage lauten, auf die alle nacheinander eine Antwort finden müssen - und über die das Oberhaupt zu einer für alle tragbaren Lösung kommen muss. "Derart gewappnet, kann ich mein Leben so gestalten, dass es zu mir passt, privat und beruflich", betont Thomas Bock.

erschienen am 8. September 2007

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http://www.abendblatt.de/daten/2007/09/08/791690.html

(c) Hamburger Abendblatt
  • Als Mediator Streitfälle schlichten
    Geschäftsideen
    Von DEIKE UHTENWOLDT

    Wenn sich zwei Kontrahenten in Stefan Manzows Klärungsraum gegenübertreten, wirkt es oft, als stünden sie auf zwei Eisbergen: Was sie wirklich belastet und erregt, bleibt unter der Oberfläche verborgen. „Doch ich schaffe die Möglichkeit, die Wasserlinie zu senken“, beschreibt der Mediator seine Dienstleistung. Ob allerdings das Problem hinter dem Konflikt wirklich ans Tageslicht kommt und ein Interessenausgleich erreicht werden kann, liegt auch in der Verantwortung der Teilnehmer. Manzow: „Wir sind heute jedoch leicht geneigt, anderen die Verantwortung für unser eigenes Leben zu überlassen.“

    Nicht so Stefan Manzow: Als der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann merkte, daß ihm Zahlen als Berufsinhalt nicht genügten, begann er, nebenberuflich Psychologie zu studieren. „Ich wollte wissen, wie der Mensch funktioniert“, erklärt er. Dem Ökonomen war bewußt, daß es nicht einfach werden würde, sich als Mediator selbständig zu machen. „Das tun zwar viele, aber nur die wenigsten bekommen Aufträge.“

    Stefan Manzow will sich eine solide Basis schaffen, bis er vollständig auf Selbständigkeit setzt: Darum hat er schon vor dem Studienabschluß einen Praxisraum angemietet. Er sei gespannt gewesen, wie lange er bis zum ersten Auftrag brauchen würde, sagt der 38jährige. „Heute weiß ich, das dauert über ein halbes Jahr und setzt einen hohen Bekanntheitsgrad voraus.“ Diesen baue er durch Netzwerkarbeit, Vorträge und Seminare ständig aus. Eines seiner Themen heißt „Zeitmanagement“ - und das praktiziert der Gründer, Student und Halbtagsbeschäftigte in Personalunion offenbar erfolgreich.

    Kontakt und Info unter www.klaerungsraum.de und Telefon (040) 27 86 76 04.

    erschienen am 22. April 2006

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    (c) Hamburger Abendblatt

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